Freiheit und Krisis – Wir müssen radikal umdenken, auch in der Rechtstheorie!

Sonntag, 22. September, 2019 0 Permalink 0

  Lic. iur. Matthias Bertschinger Basierend auf einem Freiheitsbegriff, der das Traumatische nicht ausschliesst, lässt sich der Rechtssinn positiv als Begegnung und negativ (widerspruchstheoretisch) als ein Nein zur Abwehr des Traumatischen stellvertretend in Anderen fassen – als Nein zu Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Weltweit erstarken nationalistische, autoritäre, reaktionäre, faschistoide, chauvinistische und anti-aufklärerische Bewegungen, die sich alle durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auszeichnen. Nicht oder kaum zur Sprache kommt in den herrschenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Konfliktanalysen der psychoanalytische Sinn (die psychoanalytische Dimension) gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ...

Wir brauchen drei neue kategorische Imperative

Montag, 8. Januar, 2018 0 No tags Permalink 5

«Die kompakte Zusammenfassung, die Du hier öffentlich gemacht hast, weist auf einen Durchbruch hin.» A.-K. H. am 04.01.2018 Faschistische und autoritäre Bewegungen, Systeme und Demagogen liefern zu allen Zeiten Lichtgestalten (eigene Nation, Ethnie, Rasse, Religion, Kultur) und Hassobjekte (Juden, Muslime, Ausländer, Flüchtlinge: fremde Ethnien, Nationen, Religionen, Kulturen). Beides hängt zusammen, deshalb ist auch Heimattümelei nicht nur etwas Harmloses: Ohne den Juden hätte es die Lichtgestalt des nordischen Germanen nicht gegeben (Victor Klemperer). Ein Blick in die medialen Kommentarspalten genügt um zu ...

Strafanzeige bei Unrechtsbezug: Genaues Hinsehen! – ein Denkanstoss

Dienstag, 17. Oktober, 2017 1 No tags Permalink 9

Das Hinsehen auf den Einzelfall ist transethischer Sinn des Rechts Autor: Matthias Bertschinger Beitragsarten: Essay Rechtsgebiete: Rechtsphilosophie. Rechtstheorie. Rechtssoziologie, Sozialhilferecht, Strafrecht Zitiervorschlag: Matthias Bertschinger, Strafanzeige bei Unrechtsbezug: Genaues Hinsehen! – ein Denkanstoss, in: Jusletter 16. Oktober 2017 Nicht jeder Anfangsverdacht auf Unrechtsbezug nach Art. 148a StGB oder Unterstützungsbetrug nach Art. 146 StGB darf – sozusagen automatisiert – zur Anzeige gebracht werden. Ein Anfangsverdacht muss sich zum Verdacht verdichten: Anzeigepflichtig ist der Verdacht auf eine Straftat, nicht jeder Anfangsverdacht. ...