Jihad

Eugen Sorg kritisiert am „westlichen Therapeutismus“, dass dieser hinter jeder bösen Tat eine Verletzung oder eine traumatische Kränkung sieht und den Täter damit zum Opfer macht (BaZ vom 04.09.2014). Seine Analyse greift zu kurz. Ich teile Sorgs Kritik insofern, als das Trauma nicht auf gesellschaftliche Diskriminierung, mangelnde Anerkennung oder Erlebnisse im Kindesalter reduziert werden darf, denn damit würde es aus einem grösseren Zusammenhang gerissen: demjenigen des bewussten Erlebens und Erinnerns als Ganzes. Das Gerede vom Urinstinkt macht den ...